Über IN FORMA

Das Spital-Magazin

Auf IN FORMA erfahren Sie Neues über das Spital Oberengadin sowie über die Entwicklungen im kantonalen und schweizerischen Gesundheitswesen. 
Die Webseite ist das Pendant zum gleichnamigen Magazin IN FORMA und bietet Interviews, Berichte sowie Hintergrundreportagen zum Spital Oberengadin.

 

facebook

Ganz oder gar nicht

Chirurgie

Ganz oder gar nicht

Mehr lesen

Chirurgische Klinik

Dr. Michel Conti und die erfahrenen Operateure

Winter 17/18
Gebrochene Unterschenkel, grosse Weichteilschäden, ausgekugelte Schultern. Dies nur ein Auszug des Aufgabenbereichs der Traumatologie am Spital Oberengadin. Die Angebotsvielfalt des Teams rund um Chefchirurg Dr. med. Michel Conti beeindruckt gleich aus mehreren Gründen.

Traumatologen befassen sich mit der Wiederherstellung von Knochen-, Bänder-, Sehnen- und Muskelverletzungen. Damit ist dies ein Teilgebiet der Chirurgie. Dieses Leistungsangebot ist in einer Sport- und Freizeitdestination von essenzieller Bedeutung. Denn hier geschehen im Vergleich zum Unterland besonders viele Verletzungen an Armen und Beinen. Gerade auch bei Sportarten, bei welchen hohe Geschwindigkeiten part of the game sind. Das Team rund um Chefchirurg Dr. Michel Conti deckt dieses traumatologische Angebot ab. Aber eben nicht nur; Zusammen mit dem Leitenden Arzt Cesare Marazzi und der Oberärztin Irina Hofmann bestreitet er auch die Disziplinen Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie.

Wenn Erfahrung auf manuelle Praxis trifft

Ein grosses Gebiet, das von wenigen Chirurgen bestritten wird. Was heisst das? In einem grösseren Spital kommen auf eine Operation mehr Chirurgen. Das bedeutet, dass für den einzelen Operateur weniger Eingriffe durchzuführen bleiben. Im Spital Oberengadin profitieren die Operateure also von einer täglichen manuellen Praxis. Und dies gleich in mehreren Disziplinen. Was beeindruckt, da in grösseren Spitälern der Trend klar hin zur Spezialisierung der Ärzteschaft geht: Ein ausgebildeter Viszeralchirurg operiert ausschliesslich auf seinem Fachgebiet. 

Durch die hohe Fallzahl pro Operateur sammeln die Chirurgen des Spitals Oberengadin in allen Disziplinen Erfahrung und bleiben in der Praxis. Diese Praxis zeichnet das Team rund um Dr. Conti aus. Denn durch die Erfahrung profitieren die Patientinnen und Patienen wie auch die Zahlen belegen: Die Infektions- sowie die Komplikationsraten sind tief und das Feedback der Patienten positiv. Um dieses hohe Niveau halten zu können, braucht es jedoch vollen Einsatz. Was selbst Dr. Conti als erfahrenen Allrounder fordert, wie er sagt.

Entscheidet man sich für die Chirurgie, ist es, als entscheide man sich fürs Kloster. Man lebt für die Chirurgie.

Ein Leben im Dienste der Chirurgie

"Klar ist es sehr fordernd und damit nicht jedermanns Sache", sagt er und wirkt dabei ziemlich gelassen. "Bereits mein früherer Chef pflegte stets zu sagen: Wer sich für die Chirurgie entscheidet, entscheidet sich wie für ein Leben im Kloster. Man lebt für die Chirurgie." Auch das ist mit Zahlen belegbar: Ausgehend von einer 5 Tage-Woche à 8 Stunden stand allein Chefarzt Conti 2017 mindestens 4 Monate ausschliesslich im Operationssaal. 2017 führte das Team der Chirugie rund 1'200 Operationen durch. Eine Operation kann zwischen 1 bis zu 6 Stunden dauern. Handelt es sich dabei, wie häufig in der Traumatologie, um einen Bruch, kommen als Hilfsmittel Röntgenstrahlen zum Einsatz. In einem solchen Fall tragen die Operateure während des Eingriffs eine schwere Bleiweste unter der Operationsjacke. Unter dieser Last entsteht schnell eine ziemliche grosse Hitze. Aber: "Jeder Patient muss von Neuem die volle Aufmerksamkeit und Konzentration von uns erwarten dürfen. Egal wieviele Operationen davor waren, egal wieviele danach noch kommen." Die Arbeit der erfahrenen Operateure des Spitals Oberengadin; mentale und körperliche Schwerarbeit.