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Das Spital-Magazin

Auf IN FORMA erfahren Sie Neues über das Spital Oberengadin sowie über die Entwicklungen im kantonalen und schweizerischen Gesundheitswesen. 
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DER EINTRITT INS ALTERSZENTRUM

Eine bedeutende Veränderung

DER EINTRITT INS ALTERSZENTRUM

DER EINTRITT INS ALTERSZENTRUM

19. April 2024

 

 

Der Schritt in ein Alterszentrum ist eine Lebensveränderung, die eigentlich eine sorgfältige Planung und Vorbereitung erfordert. Oft geschieht der Eintritt jedoch nicht aus freiem Willen, sondern als Reaktion auf ein unerwartetes Ereignis wie z. B. ein Spitalaufenthalt. Dabei ist es der Wunsch vieler älterer Menschen, so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Doch wenn umfassende Pflege unumgänglich wird, bietet ein Alterszentrum die notwendige Unterstützung an.

 

 

 

Die meisten älteren Menschen ziehen in ein Alterszentrum, wenn sie «pflegebedürftig» werden, sei es aufgrund von Demenz, wiederholten Stürzen, Depressionen oder anderen altersbedingten Herausforderungen. Doch wie gestaltet sich dieser Übergang? Der Prozess beginnt oft mit dem Case Management im Spital oder mit der Beratungsstelle für Alter und Gesundheit, die emotionalen Beistand und Unterstützung bieten.

 

Vorurteile vs. Realität 

 

Viele Menschen haben Vorurteile gegenüber dem Leben in Alterszentren. Doch oft erfahren zukünftige Bewohnende, dass ihre Befürchtungen unbegründet sind, wenn sie andere Bewohnende treffen, die sich gut eingelebt haben und die sie vielleicht schon kennen. Solche Begegnungen sind unterstützend und bieten die Möglichkeit zur Teilnahme an täglichen Aktivitäten und sozialen Interaktionen. Die anfängliche Anpassung kann zwar herausfordernd sein, doch das körperliche und seelische Wohlbefinden verbessert sich normalerweise innerhalb von Wochen.

 

Für die Mitarbeitenden des Alterszentrums bedeutet der Eintritt eines/einer neuen Bewohnenden den Einzug einer weiteren Lebensgeschichte. Dabei ist es wichtig, nicht nur die Bewohnenden, sondern auch deren Angehörige in die «neue Heimat» einzubeziehen. Die Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft und externen Partnerorganisationen sind wichtige Puzzleteile, um ein komplettes Bild zu erhalten.

 

Wichtige Schritte vor dem Eintritt ins Alterszentrum

 

Institution auswählen

Kontaktieren Sie Alterszentren in Ihrer Region, besichtigen Sie diese und prüfen Sie, ob ein Testaufenthalt möglich ist. Ein ärztliches Attest kann erforderlich sein.

Spezialfälle

Wenn Sie auf Einrichtungen angewiesen sind, die von Gemeinden oder Regionen getragen werden, könnte ein umfangreiches Gesuch oder die Anmeldung über die Gemeinde notwendig sein.

Mietvertrag kündigen

Abhängig von Ihrem Wohnkanton kann der Eintritt in ein Heim den Auszug aus Ihrer aktuellen Wohnung zur Folge haben.

Adressänderung mitteilen

Informieren Sie Freunde, Bekannte und alle relevanten Institutionen, um sicherzustellen, dass Ihre Post Sie erreicht.

Telefonanbieter

Melden Sie Ihren Umzug rechtzeitig Ihrem Telefonanbieter, um Ihre Festnetznummer zu behalten.

Versicherungen

Überprüfen Sie bestehende Versicherungspolicen, um sie an die neue Wohnsituation anzupassen.

Finanzielle Beratung

Ein Aufenthalt in einem Alterszentrum ist kostenintensiv. Prüfen Sie die Finanzierung und beantragen Sie gegebenenfalls Unterstützung.

Gesuch für finanzielle Unterstützung

Falls Sie private Kostenanteile nicht tragen können, stellen Sie ein Gesuch. Die Institution hilft Ihnen beim Ausfüllen der erforderlichen Formulare.

 

Der Eintrittsprozess

Der Eintritt in ein Alterszentrum erfordert eine gründliche Planung. Alle Abteilungen, einschliesslich Sekretariat, Hausdienst, Reinigung, Wäscherei, Arztdienst, Apotheke, Pflege und Aktivierung sind vollständig in den Prozess involviert. Dabei wird auf die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben der Bewohnenden geachtet, um eine sichere und unterstützende Umgebung zu schaffen. Zudem können Angehörige aktiv dazu beitragen, die Bedürfnisse ihrer Lieben zu ermitteln und gemeinsam mit dem Pflegeteam zu planen.

 

Anmeldung und organisatorische Schritte vor dem Eintritt

Vor dem Eintritt sollte man sich direkt beim gewünschten Alterszentrum anmelden. Ein Gespräch mit der Heimleitung oder einem Verantwortlichen der Institution kann Klarheit über den Eintrittsprozess und die Anmeldeformalitäten schaffen. Je nach Kanton kann es unterschiedliche Regelungen geben, und die Einrichtungen sind gut ausgestattet, um die Vorbereitungen zu unterstützen.

 

Rechte und Pflichten im Heimvertrag

Der Heimvertrag ist vergleichbar mit einem Mietvertrag, mit dem Unterschied, dass nicht der Auszug aus dem Heim, sondern das Versterben des Bewohnenden den Vertrag beendet. Die Ausgestaltung von Heimverträgen kann variieren, aber sie dürfen nicht gegen geltendes Recht verstossen. Es gelten ähnliche Regelungen wie bei Mietverträgen, mit Kündigungsfristen im Falle des Todes oder eines Umzugs. CURAVIVA bietet dazu Muster-Pensionsverträge an, die alle notwendigen Punkte für den Vertragsabschluss abdecken.

 

Was man ins Alterszentrum mitnehmen kann

Viele Alterszentren erlauben persönliche Gegenstände wie z. B. Bilder und kleine Möbel aus dem bisherigen Zuhause. Die Zimmer verfügen immer über ein Pflegebett, einen Nachttisch, Notfalleinrichtungen und eine Basismöblierung.

 

Beratung und finanzielle Aspekte

Alterszentren sind die zentralen Anlaufstellen im Eintrittsprozess. In vielen Fällen wird dieser Prozess anhand standardisierter Abläufe gestaltet, die auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohnenden ausgerichtet sind. Die Einrichtungen bieten umfassende Beratung und Unterstützung an, und eine frühzeitige Planung spielt eine entscheidende Rolle, um den Übergang so reibungslos wie möglich zu gestalten.

 

Für Fragen zum Eintritt ins Alterszentrum stehen das Case Management des Spitals Oberengadin sowie das Alterszentrum Promulins, die Beratungsstelle Alter und Gesundheit und pro senectute gerne zur Verfügung.