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Das Spital-Magazin

Auf IN FORMA erfahren Sie Neues über das Spital Oberengadin sowie über die Entwicklungen im kantonalen und schweizerischen Gesundheitswesen. 
Die Webseite ist das Pendant zum gleichnamigen Magazin IN FORMA und bietet Interviews, Berichte sowie Hintergrundreportagen zum Spital Oberengadin.

 

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Altersmedizin Schweiz

Demographischer Wandel bedarf neuer Medizinalstrukturen

Winter 2017/18
1.5 Millionen Menschen umfasste sie im Jahr 2015: die Altersgruppe 65-Plus.
2.7 Millionen werden es laut Bundesamt für Statistik (BfS) im Jahr 2045 sein. Dies stellt ein neues Ausmass am Bedarf altersmedizinischer Versorgung dar. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, sind vermehrt spezialisierte personelle und fachliche Kompetenzen als auch neue Infrastrukturen nötig.

Die medizinische Statistik der Krankenhäuser 2010 – 2015 wurde am 22. September 2017 veröffentlicht. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Wir werden nicht nur immer älter, wir müssen mit zunehmendem Alter auch häufiger ins Spital:  Ab 60 Jahren steigt die Hospitalisationsrate deutlich an (siehe Abbildung unten).

Dadurch steigt der Bedarf an medizinischen Leistungen.  Besonders hoch sind die Hospitalisierungsraten aktuell bei Hochbetagten, den 90 – 94-Jährigen (Abbildung links). Begründet wird dies durch die steigende Lebenserwartung bei guter Gesundheit und eine veränderte ärztliche Praxis, bei der Eingriffe auch in einem höheren Alter durchgeführt werden.

Je älter wir werden, desto häufiger sind notfallmässige Spitaleinweisungen nötig (Abbildung links). Ausserdem nehmen die Tage der Spitalaufenthaltsdauer zu. Nach Spitalaustritt erhöht sich zudem die Notwendigkeit einer weiterführenden medizinischen Betreuung, wie beispielsweise in einem Pflegeheim.

 

Demographischer Wandel führt zum schweizweiten Geriatrieausbau

Die demographischen Veränderungen stellen neue Herausforderungen an die Altersmedizin (Geriatrie).  Wer nicht auf diese Entwicklung vorbereitet ist, riskiert, ältere Patienten nicht einer adäquaten Behandlung zuzuführen. Das hat neben den negativen Konsequenzen für Patientinnen und Patienten auch erhöhte Kosten für die Allgemeinheit zur Folge. Um dem Vorschub zu leisten, haben sich bereits einige Schweizer Gesundheitsinstitutionen für die Zukunft gewappnet.

Altersmedizin braucht mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das BESAS mit Akutklinik, Langezeitpflege und Rehabilitation zeichnet vor allem seine Vielseitigkeit aus: Verschiedenste Fachgebiete in Kombination mit Fokus Altersmedizin. Das Zentrum, das ursprünglich als Diakonie gegründet wurde, setzt auf interdisziplinäre Teams aus Ärzten, Therapeuten und verschiedensten Pflegepersonen. Dies ist gerade in der Altersmedizin wichtig. Denn besonders bei älteren Patienten ist sie die sogenannte Multimorbidität häufig: Selten tritt ein 85-jähriger Patient mit nur einem Leiden vor die Ärztin, es sind meist mehrere Gebrechen gleichzeitig, was auch die medizinische Statistik der Krankenhäuser zeigt: Während bei Spitalpatienten unter 60 Jahren im Durchschnitt weniger als 4 Diagnosen gestellt werden, sind es bei Menschen ab 80 Jahren durchschnittlich 8. Um alle Diagnosen innert nützlicher Frist korrekt zu stellen und die Patientin den richtigen Fachbereichen zur Behandlung zuzuordnen, ist das fachübergreifende Teamplay ein Muss. Mit einem Kompetenzzentrum wie dem BESAS sind effiziente, interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeiten gegeben; Alles unter einem Dach.


Angebote und Visionen des Spitals Oberengadin

Auch das Spital Oberengadin hat die Notwendigkeit des Fokus Altersmedizin erkannt; Die Beratungsstelle Alter und Pflege Oberengadin bietet Informationen zu Anlaufstellen, die für Betagte oder Betreuende wichtig sind. Auch die Entlastung und Unterstützung von Angehörigen ist ein Bedürfnis, das in der Beratung thematisiert werden kann. Die kostenlose und persönliche Beratung zu allen Themen rund um das Thema Alter ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – und erst der Anfang. Die Spezialisierung auf das Thema Altersmedizin wird sich auch im Einzugsgebiet des Spitals Oberengadin weiter als notwendig erweisen. Die aktuellsten Neuerungen der Organisationsstruktur des Spitals Oberengadin bereiten die Grundlage für grössere Projekte. Mehr dazu im Artikel von CEO Heinz Schneider.

Kontakt Beratungsstelle Alter und Pflege Oberengadin

Spital Oberengadin
3. Stock, 362
Via Nuova 3
7503 Samedan

Tel. +41 81 850 10 50
E-Mail info@alterundpflege.ch
Mehr Informationen zum Angebot Alter und Pflege des Spitals Oberengadin hier online.