Über IN FORMA

Das Spital-Magazin

Auf IN FORMA erfahren Sie Neues über das Spital Oberengadin sowie über die Entwicklungen im kantonalen und schweizerischen Gesundheitswesen. 
Die Webseite ist das Pendant zum gleichnamigen Magazin IN FORMA und bietet Interviews, Berichte sowie Hintergrundreportagen zum Spital Oberengadin.

 

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Organisations­struktur

Das Spital Oberengadin wird zur Stiftung SGO

Winter 2017/18

Veränderungen haben in Menge, Komplexität und in Kurzfristigkeit zugenommen und ein Ende ist nicht in Sicht. Umso mehr ist die Führung strategisch und operativ gefordert, Entscheide zu fällen, diese in Ziele umzuformulieren und in Projekten Realität werden zu lassen. Auch diesbezüglich ist das SOE auf Kurs, angelehnt an die kantonalen Richtlinien.

Spital Oberengadin in kantonaler Mission

Der Kanton Graubünden möchte aufgrund der topografischen Entwicklungen mit einem dezentralen Gesundheitsversorgungssystem den raschen Zugang zur Grundversorgung und der erweiterten Grundversorgung beibehalten. Das jeweilige Regionalspital soll bei der Bildung der Gesundheitszentren führend sein, was das SOE in eine entscheidende Position rückt. Der Kanton führt in seinem Leitbild aus, dass ein dezentrales Gesundheitsversorgungssystem den Zugang der Patienten zu den nötigen Spitalleistungen innert vertretbarer Frist gewährleisten soll. Weiter trägt es zur Aufrechterhaltung der dezentralen Besiedelung des Kantons bei und bildet zugleich einen Mehrwert im touristischen Angebot des Kantons.

Weiter geht das kantonale Leitbild von der Wahrnehmung aller Leistungen durch einen Anbieter pro Region aus. In jeder Versorgungsregion soll lediglich eine Organisation im Form eines Gesundheitszentrums alle Aufgaben wahrnehmen. In kleineren Regionen sind zudem die frei praktizierenden Ärzte in das Gesundheitszentrum einzubeziehen. Die Vorteile dieses Ansatzes «Gesundheit aus einer Hand» sind insbesondere die Führung aller Betriebe durch ein Gremium, wie auch ein einheitlicher Auftritt gegen aussen. Weiter sind betriebliche Synergien möglich: Kompetenzzentren für die Betriebsführung und für einzelne Fachbereiche können gebildet werden. Die gemeinsame Nutzung des Personals wie auch die der medizinischen Infrastruktur rundet das Synergiepotential ab.

Demographischer Wandel führt zum schweizweiten Geriatrieausbau

Die demographischen Veränderungen stellen neue Herausforderungen an die Altersmedizin (Geriatrie).  Wer nicht auf diese Entwicklung vorbereitet ist, riskiert, ältere Patienten nicht einer adäquaten Behandlung zuzuführen. Das hat neben den negativen Konsequenzen für Patientinnen und Patienten auch erhöhte Kosten für die Allgemeinheit zur Folge. Um dem Vorschub zu leisten, haben sich bereits einige Schweizer Gesundheitsinstitutionen für die Zukunft gewappnet.

2016 eröffneten die Genfer Universitätsspitäler (HUG) am Trois-Chêne Spital eine Notfallstation für über 75-Jährige. In Thônex werden ältere Menschen sowohl in akuten aber nicht lebensbedrohlichen Situationen aufgenommen, als auch in der integrierten Rehabilitation weiterbetreut. In Basel ist seit März diesen Jahres eine seniorenfreundliche Notfallaufnahme für Menschen über 65 eröffnet worden. Dies, da bereits 30% aller Notfälle die Altersgruppe 65-Plus ausmachen. Ein Zentrum mit besonderem Vorbildcharakter befindet sich in Bern, das Berner Spitalzentrum für Altersmedizin (BESAS).

Altersmedizin braucht mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit

Das BESAS mit Akutklinik, Langezeitpflege und Rehabilitation zeichnet vor allem seine Vielseitigkeit aus: Verschiedenste Fachgebiete in Kombination mit Fokus Altersmedizin. Das Zentrum, das ursprünglich als Diakonie gegründet wurde, setzt auf interdisziplinäre Teams aus Ärzten, Therapeuten und verschiedensten Pflegepersonen. Dies ist gerade in der Altersmedizin wichtig. Denn besonders bei älteren Patienten ist sie die sogenannte Multimorbidität häufig: Selten tritt ein 85-jähriger Patient mit nur einem Leiden vor die Ärztin, es sind meist mehrere Gebrechen gleichzeitig, was auch die medizinische Statistik der Krankenhäuser zeigt: Während bei Spitalpatienten unter 60 Jahren im Durchschnitt weniger als 4 Diagnosen gestellt werden, sind es bei Menschen ab 80 Jahren durchschnittlich 8. Um alle Diagnosen innert nützlicher Frist korrekt zu stellen und die Patientin den richtigen Fachbereichen zur Behandlung zuzuordnen, ist das fachübergreifende Teamplay ein Muss. Mit einem Kompetenzzentrum wie dem BESAS sind effiziente, interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeiten gegeben; Alles unter einem Dach.


Angebote und Visionen des Spitals Oberengadin

Auch das Spital Oberengadin hat die Notwendigkeit des Fokus Altersmedizin erkannt; Die Beratungsstelle Alter und Pflege Oberengadin bietet Informationen zu Anlaufstellen, die für Betagte oder Betreuende wichtig sind. Auch die Entlastung und Unterstützung von Angehörigen ist ein Bedürfnis, das in der Beratung thematisiert werden kann. Die kostenlose und persönliche Beratung zu allen Themen rund um das Thema Alter ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung – und erst der Anfang. Die Spezialisierung auf das Thema Altersmedizin wird sich auch im Einzugsgebiet des Spitals Oberengadin weiter als notwendig erweisen. Die aktuellsten Neuerungen der Organisationsstruktur des Spitals Oberengadin bereiten die Grundlage für grössere Projekte. Mehr dazu im Artikel von CEO Heinz Schneider.

Kontakt Beratungsstelle Alter und Pflege Oberengadin

Spital Oberengadin
3. Stock, 362
Via Nuova 3
7503 Samedan

 

Tel. +41 81 850 10 50
E-Mail info@alterundpflege.ch

Mehr Informationen zum Angebot Alter und Pflege des Spitals Oberengadin hier online.