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Heinz Schneider über Ziele, Pläne und Chancen

Entwicklung Spital Oberengadin

Heinz Schneider über Ziele, Pläne und Chancen

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Entwicklung des Spitals Oberengadin

Mit neuer Organisationsstruktur
in die Zukunft

Winter 17/18
Auf Basis der Mittelfristplanung wurde die strategische Ausrichtung des Spitals Oberengadin vor drei Jahren neu angepasst. Ziele wurden mit Projekten und Aufgaben versehen, die bis 2018 abgeschlossen sein müssen. "Wir sind auf Kurs", sagt Heinz Schneider.

Der Kanton Graubünden möchte aufgrund der topografischen Entwicklungen mit einem dezentralen Gesundheitsversorgungssystem den raschen Zugang zur Grundversorgung beibehalten. Das jeweilige Regionalspital soll bei der Bildung der Gesundheitszentren führend sein, was das Spital Oberengadin in eine entscheidende Position rückt. Der Kanton führt in seinem Leitbild aus, dass ein dezentrales Gesundheitsversorgungssystem den Zugang der Patienten zu den nötigen Spitalleistungen innert vertretbarer Frist gewährleisten soll. Weiter trägt es zur Aufrechterhaltung der dezentralen Besiedelung des Kantons bei und bildet einen Mehrwert im touristischen Angebot. Gemäss Leitbild soll in jeder Versorgungsregion lediglich eine Organisation in Form eines Gesundheitszentrums alle Aufgaben wahrnehmen. In kleineren Regionen sind die frei praktizierenden Ärzte in das Gesundheitszentrum einzubeziehen. Die Vorteile der «Gesundheit aus einer Hand» sind die Führung aller Betriebe durch ein Gremium, ein einheitlicher Auftritt gegen aussen, betriebliche Synergien und die gemeinsame Nutzung des Personals sowie der medizinischen Infrastruktur.

Organigramm Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin

Neue Aufbauorganisation

Die neue Aufbauorganisation ist zusammen mit dem obersten Kader des Spitals Oberengadin und mit externer Unterstützung entstanden. Sie entspricht dem Leitbild zur Organisation der Gesundheitsversorgung im Kanton Graubünden. Kommen die zusätzlich im Organigramm angedachten Strukturen zur Anwendung, können die zukünftigen Herausforderungen, insbesondere der demographischen Entwicklung im Oberengadin, erfolgreich bewältigt werden. Die neue Rechtsform für nach der Aufhebung des Kreises ist mit dem Volksentscheid für das Spital Oberengadin und das Pflegeheim Promulins ebenfalls in neue Bahnen gelenkt worden.

In die Zukunft mit der Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin

Als neue Rechtsform ist eine Stiftung vorgesehen; die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO). Mit dem Eintrag der Stiftung in das Handelsregister sind die notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen für einen Handlungsfähigen Stiftungsrat erfüllt. Mit der Einsetzung des Verwaltungsrates entsteht kein Führungsvakuum. Ein weiteres Ziel der Stiftung ist der Ausbau der sogenannten integrierten Versorgung: Es soll ein wohnungsnahes Angebot für die Bevölkerung des Oberengadins mit Fokus auf die Altersmedizin, als «Gesundheit unter einem Dach» aufgebaut werden. Das Angebot umfasst den gesamten Behandlungspfad von Akut- Stationär- und Rehabilitationsangeboten sowie die Langzeitpflegeversorgung. Patienten werden während des gesamten Behandlungspfades hindurch begleitet (siehe Abbildung unten). Über die verschiedenen Bereiche hinweg wird alles dafür getan, dass Patienten möglichst rasch und beschwerdefrei in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. Die interdisziplinären Teams bestehen aus Spitalfachärzten, Konsiliar- und Belegärzten sowie Pflegepersonal, Therapeuten und den Spezialisten aus den Bereichen Sozial-, Ernährungs-, Diabetes- und Wundberatung. Das Angebot wird mit Kooperationen und Partnerschaften ergänzt.

Behandlungspfad der integrierten Versorgung

Neue bauliche Strukturen

Aktuellstes Projekt ist die Gründung eines Zentrums für Altersmedizin: Mit der Schaffung eines neuen Bereiches wird speziell der demographischen Entwicklung der Bevölkerung im Oberengadin qualitativ und quantitativ Rechnung getragen. Die Koordination aller Angebote wird unabhängig deren Rechtsform mit der neuen Aufbauorganisation führbarer. Das neu zu schaffende Angebot Geriatrische Frührehabilitation im Spital Oberengadin würde idealerweise das ganze Dienstleistungsangebot umfassen. Mangels Angebot werden heute etliche Patienten nach Hause verlegt. In diesen Fällen wird eine suboptimale Lösung in Kauf genommen, was sich langfristig negativ auf die Autonomie der Betroffenen auswirken kann.

Entwicklung des Spitals Oberengadin bis 2020

Neue Projekte schaffen Chancen für alle

Mit der neuen Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin und Schaffung eines Gesundheitszentrums bestehen in Bezug auf die qualitativen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft beste Voraussetzungen. Dazu braucht es für unsere Bevölkerung und Gäste den Weitblick und den Willen aller Beteiligten.