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Das Spital-Magazin

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Masterplan für mehr Selbstständigkeit

Ausbau Spital Oberengadin

Masterplan für mehr Selbstständigkeit

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Ausbau Spital Oberengadin

Masterplan für mehr Selbstständigkeit

Sommer 2017
Das Spital Oberengadin wird im Jahr 2018 – wie die Spitäler in vielen anderen Kantonen auch – in die Selbstständigkeit entlassen und muss dann nach marktwirtschaftlichen Kriterien funktionieren und im Wettbewerb bestehen können.

Um für diesen Schritt gerüstet zu sein, hat ein Gremium, bestehend aus dem Präsidium der Spitalkommission, dem CEO und weiteren Geschäftsleitungsmitgliedern, 2016 einen Masterplan entwickelt. Teil der Strategie ist auch die bauliche Entwicklung des Spitals für die kommenden zehn Jahre, damit der Schritt in die Selbstständigkeit mit modernen Strukturen – auch in baulicher Hinsicht – vollzogen werden kann.

Auf Basis der effektiv geforderten Leistungen und der Entwicklung der Fallzahlen wurden die Ressourcen des Spitals vom Erdgeschoss bis unters Dach neu bemessen und zwar unter Berücksichtigung des strategischen Wachstums. Prozesse und Abläufe werden so geplant, dass das Spital kundenfreundlicher und wirtschaftlicher betrieben werden kann. Der fünfte Stock wird einerseits komplett auf den allgemein versicherten Patienten abgestimmt, andererseits soll auch die zukünftige Tagesklinik attraktiv und zweckmässig gestaltet werden. Auf diese Art kann die Vermischung von stationären und ambulanten Patienten vermieden werden. Im sechsten Stock entsteht zudem eine attraktive Privatstation. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss soll das ambulante Angebot zusammengelegt und somit prozessfreundlicher gestaltet werden. Im Erdgeschoss werden die Cafeteria und das Personalrestaurant zusammengeführt und bilden eine modern gestaltete Einheit. Darüber hinaus wird der Eingangs- und Empfangsbereich aufgewertet und die Parkplatzsituation vor dem Haus verbessert.

Die baulichen Eingriffe beinhalten mehr als die blosse Sanierung oder Modernisierung. Es sind strukturelle Anpassungen an die künftigen Bedürfnisse und die Ausrichtung des Spitals Oberengadin. Dies führt zur Optimierung der Abläufe im Spital und damit zur qualita­tiven Verbesserung des Angebots und gleichzeitig zu Einsparungen.

Abteilung Frau-Mutter-Kind als Vorbild

Das bereits umgesetzte Projekt Frau-Mutter-Kind wurde frühzeitig aus der Masterplanung herausgelöst und innert kürzester Zeit umgesetzt. Dank der neuen Struktur können nicht notwendige Verlegungen der Mutter auf die Intensivpflegestation und die Trennung vom Säugling nach der Geburt vermieden werden. Zudem erhöht sich so die Sicherheit für Mutter und Kind. Weiter wurde den Patientenwegen grosse Beachtung geschenkt. Ein direkter Zugang führt vom Liftvorplatz in die Pädiatrie-Praxis mit eigener Anmeldung und neuem Empfang. Ein Konzept, das auch auf allen anderen Geschossen umgesetzt werden soll. Neben der Erneuerung der Haustechnik, wurden Wände versetzt, Nasszellen erneuert, Böden verlegt, Wände gestrichen und ein neues Lichtkonzept umgesetzt. Das moderne und freundliche Erscheinungsbild soll im Laufe der nächsten Jahre auf das gesamte Spital ausgedehnt werden.

Neue Ansprüche an Patientenzimmer

In der heutigen Zeit nehmen Patientenzimmer immer mehr den Charakter von Hotelzimmern an. Doch die spezifischen Anforderungen an die Materialien in einem Spital sind im Bereich der Hygiene und in punkto ­Sicherheit hoch. Dies schränkt die Auswahl der Materialien für Böden, Wände oder Stoffe merklich ein. Um trotzdem Behaglichkeit und Wärme in die Zimmer zu bringen, wurden zum Beispiel Holzimitate verwendet, welche den Vorschriften entsprechen und dieselbe ­Wirkung wie das Naturprodukt erreichen. Das Materia­lisierungskonzept im zweiten Stock steht unter dem Titel «schlichte Eleganz». Natürliche Farben, schlichte Gestaltung und indirekte Beleuchtung verstärken den Wohlfühl­effekt für die Patienten. Der Anspruch der Spitalführung ist es, der Bevölkerung und den Gästen vor Ort ein topmodernes Spital zur Verfügung zu stellen, welches höchsten medizinischen Ansprüchen genügt. Dabei sollen sich die Patientinnen und Patienten jederzeit wohl fühlen.

Umfangreiche medizinische Grundversorgung

Das Spital Oberengadin bietet mit seinen rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine umfassende medizinische Grundversorgung von Einheimischen und Gästen. Zudem unterhält das Spital ein ­interdisziplinäres 24-Stunden-Notfallzentrum.