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Ein Arbeitstag im Leben von Doris Luchsinger

SPITEX OBERENGADIN

Ein Arbeitstag im Leben von Doris Luchsinger

Eigentlich ist der Tagesablauf von Doris Luchsinger als Fachfrau Gesundheit ziemlich geregelt und klar. Eigentlich. Denn bei der Spitex Oberengadin gilt: Es gibt keine Regel ohne Ausnahme.

Doris Luchsinger beginnt ihren Arbeitstag früh, sie muss morgens um 07:00 Uhr beim ersten Klienten sein. Dort unterstützt sie bei der Körper­pflege. Das heisst, dem Klienten je nach­ Gesund­heitszustand aus dem Bett helfen, ihm bei der Morgen­toilette, beim Duschen oder Waschen behilflich sein, das Bett machen, das Zimmer lüften, etc. Zusätzlich verabreicht sie Medikamente, hilft beim Frühstück machen und essen und stellt sicher, dass der Klient versorgt ist und die nächsten Stunden ohne ihre Hilfe bewältigen kann. ­Danach geht sie weiter zum nächsten Klienten und unterstützt diesen bei seinen morgendlichen Abläufen. Je nach Tagesform des Klienten ­dauert der Einsatz zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.

Die lange Pause zwischendurch

Meist ist Doris Luchsinger bis fast 12.00 Uhr mittags mit der Morgen­-Pflege beschäftigt. Das Mittagessen wird auf Wunsch von freiwilligen Helfern gebracht. Nach einer ­längeren Pause stehen am Nachmittag vermehrt Spaziergänge mit den Klienten, Einkäufe und Haushaltsarbeiten an.  Am späten Nachmittag geht Doris Luchsinger wieder auf Tour. Nun hilft sie den Klienten beim Abendessen, sich fürs Bett zu rüsten, ­verabreicht Spritzen oder Medikamente, versorgt Wunden, hilft bei der Abendtoilette, etc. Die Abendrunde von Doris Luchsinger dauert heute bis 20.00 Uhr, dann sind all ihre Klientinnen und Klienten für diesen Tag versorgt. Es kann jederzeit spontane Änderungen im Einsatzplan geben, sei es weil ein Klient plötzlich ins Spital muss oder ein zusätzlicher Einsatz benötigt wird.

«Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und je älter er wird, umso wichtiger werden für ihn Routine, Rituale und Abläufe. »

Bezugspflege nur bei Palliativ-Patienten

Natürlich kennt Doris Luchsinger ihre Klienten gut, sie hat jedoch keine fixen Klienten, macht also keine sogenannte Bezugspflege. Das ist aus personellen und organisatorischen Gründen nur schwierig machbar. Einzige Ausnahme bilden die Palliativ-Patienten. Bei ­ihnen ist es sogar die Regel, dass sie immer vom gleichen, kleinen und ihnen sehr vertrauten Team betreut werden. Bei der Betreuung von Palliativ-Patienten kommen zusätzlich ­Pikettdienste in der Nacht dazu. Dies ist notwendig, wenn der Patient z. B. an eine Morphium-Pumpe angeschlossen ist und diese leer oder defekt ist, wird der Pikettdienst umgehend vom Nachtportier des Spitals aufgeboten und kümmert sich um das anfallende Problem. 

Tagesrapport via App

Alle Mitarbeitenden der Spitex Oberengadin können über eine spezielle App von überall her auf ihren Einsatzplan zugreifen und rapportieren so auch ihre Einsätze. Mit dieser App kann Doris Luchsinger laufend festhalten, welche Fahrten sie ­zurückgelegt hat, um welche Klienten sie sich gekümmert hat, welche Medikamente verabreicht wurden, ob spezielle Massnahmen angewendet werden mussten, etc. Die App ­ersetzt das Rapportieren von Hand und vereinfacht gleichzeitig die Administration und die Buchhaltung der Spitex Oberengadin.