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Das Spital-Magazin

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Mit Kopf, Hand und Herz im Einsatz – Dank professioneller Hilfe, zuhause alt werden

Spitex Oberengadin

Mit Kopf, Hand und Herz im Einsatz – Dank professioneller Hilfe, zuhause alt werden

Die Spitex ist den meisten Menschen in der Schweiz ein Begriff. Jedoch wissen nur die wenigsten, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitex eigentlich genau ­machen. Und ja, es ist weit mehr als in den silbernen Fiat Pandas von A nach B rasen und Mahlzeiten verteilen. Wir haben für diese In Forma-Ausgabe einen Blick hinter die Kulissen der Spitex Oberengadin geworfen. 

Das Team der Spitex Oberengadin pflegt, betreut und entlastet Menschen jeden Alters. Dabei leistet es Grund- und Behandlungspflege bei den Klienten daheim, hilft in der Hauswirtschaft, beim Einkaufen, geht mit ihnen spazieren und – natürlich gehört das dazu – liefert ihnen Mahlzeiten ins Haus. «Die Mahlzeiten werden aber nicht von uns ­geliefert, das übernehmen unsere freiwilligen, pensionierten Fahrerinnen und Fahrer», sagt Heidi Leuenberger, ­Geschäftsleiterin der Spitex Oberengadin.

Vom Spazieren gehen bis zum Spritzen setzen

 

Die Mitarbeiterinnen – unter rund 40 Mitarbeitenden der Spitex Oberengadin ist gerade ein Mann – kümmern sich hauptsächlich um die Pflege der Klienten und deren Hauswirtschaft. Je nach Ausbildung variiert die Betreuung ein wenig.  Die Pflegefachfrauen stehen auch in regelmässigem Kontakt mit den Ärzten, um diese über den ­Zustand der Klienten auf dem Laufenden zu halten oder um weitere Behandlungsmethoden zu besprechen. Mit­arbeiterinnen, die den Klienten im Haushalt helfen, er­ledigen zusätzlich ­deren Einkäufe, gehen mit ihnen spazieren oder übernehmen leichte Pflegeaufgaben.

«Pflegefachfrauen machen in der Regel keine Hauswirtschaft. Diese kümmern sich in erster Linie um die tägliche Pflege oder die Behandlungspflege. Das heisst, sie setzen den Klienten Spritzen, machen vielleicht mal eine Blutentnahme, rüsten Medikamente und behandeln Wunden.»

Fast wie gehabt, trotz Eingliederung in die SGO


Im Sommer 2019 hat die Mitgliederversammlung des ­Vereins Spitex Oberengadin entschieden, den Verein ­aufzulösen und in die Stiftung Gesundheitsversorgung Oberengadin (SGO) einzugliedern. Die Spitex bleibt weiterhin ein eigenständiger Betrieb. Dank der Integration wird es aber innerbetrieblich möglich, neue Arbeitsformen anzubieten und strategische, operative und infrastrukturelle Synergien noch besser zu nutzen. «Diese Eingliederung in die ­Stiftung hat vor allem für mich als Geschäftsleiterin viele Vorteile. Wir haben nun ein gemeinsames Personal­reglement und es gibt einen ­wöchentlichen Austausch mit den Kaderleuten der ­anderen Betriebe», sagt Heidi Leuen­berger. Für die Mitarbeitenden hat sich in ihrer ­täglichen Arbeit nichts geändert. ­Ausserdem bestehen in ­gewissen Bereichen schon länger Kooperationen mit den anderen Betrieben, zum Beispiel in der Ausbildung der Lernenden. «Die Fachpersonen ­Gesundheit absolvieren ihre Lehre schon länger in allen drei Betrieben. Ein Jahr sind sie bei der Spitex, eins im Pflegeheim Promulins und eins im ­Spital.» Des Weiteren ­bestehen auch in den ­Bereichen Qualitätsmanagement, Hygiene und dem Wundambula­torium bereits Kooperationen.